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Stadt Kamen gibt Hinweise zum Umgang mit Eichenprozessionsspinnern

Auf Grund von Hinweisen aus der Bevölkerung und durch eigene Kontrollen stellte die Stadt Kamen in den
vergangenen Wochen an einigen Stellen im Stadtgebiet Vorkommen von Eichenprozessionsspinnern fest. Diese wurden teilweise durch Fachfirmen beseitigt. Erst am Pfingstwochenende musste das Jahnstadion kurzfristig für die Benutzung
gesperrt und ein dort geplantes Fußballturnier abgesagt werden.

Insgesamt wurden bisher 17 Verdachtsfälle bei der Stadt Kamen gemeldet. In einigen Fällen wurden nach
örtlicher Prüfung Reinigungsmaßnahmen durch externe Fachfirmen veranlasst.

Um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden, hat die Stadt Kamen in einzelnen betroffenen
Bereichen Sperrungen eingerichtet. Diese sollten auf jeden Fall beachtet werden.

Grundsätzlich handelt es sich bei Eichenprozessionsspinnern aber um einen natürlichen Vorgang in der Natur, der zeitlich begrenzt ist und keinen Anlass für übertriebene Panik oder Aktionismus bietet.

Die Raupen schlüpfen Ende April/Anfang Mai und durchlaufen dann sechs Larvenstadien. Die stark behaarten Tiere sind zunächst gelblich-braun gefärbt, später nehmen sie eine bläulich-schwarze Färbung an. Sie sind maximal 5 cm lang. Ab dem dritten Larvenstadium entwickeln diese Larven Brennhaare, die bei Hautkontakt allergische Reaktionen auslösen können. Auch nach dem Schlupf der Falter bleiben die Gespinstnester mit Häutungsresten und Raupenkot erhalten. Die darin befindlichen Brennhaare verlieren dabei allerdings nicht ihre allergische Wirkung.

Einige grundsätzliche Regeln sollten im Umgang mit den Tieren beachtet werden. So ist nicht in allen Fällen eine
Beseitigung zwingend erforderlich. Die Stadt Kamen wird eventuell eingehende Meldungen auf die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen prüfen und diese in öffentlichen Bereichen gegebenenfalls einleiten.

Bei der Sichtung von Eichenprozessionsspinner-Ansammlungen sollten folgende grundsätzlichen Vorsichtmaßnahmen
zum eigenen Schutz befolgt werden:

Was muss ich tun, wenn Eichen in meinem Garten einen EPS-Befall haben?

  • Zuerst an die eigene Gesundheit denken und alle ggfs. betroffenen Personen von den Tieren, den Nestern und Häuten fernhalten!
  • Keine Gegenmaßnahmen auf eigenen Faust durchführen!
  • Benachbarte Türen und Fenster geschlossen halten.
  • Informieren Sie die Stadt Kamen über den Befall
  • Abstimmung weiterer Maßnahmen mit der Stadt zur ggfs. kooperativen Entfernung des Befalls
  • Wenn die Stadt Kamen nicht zuständig ist, kann eventuell in eigener Zuständigkeit eine Spezialfirma mit der Entfernung beauftragt werden

(Quelle: Info-Meldung 4/2018, Landesbetrieb Wald und Holz NRW)